Kategorie: Sport

Neubau des Schützenheims

Sportschützen Niederkrüchten nach 46 Jahren ohne Vereinsheim und Luftgewehrschießstand

Dem SSV Niederkrüchten wurde das Vereinsheim zum Ende des letzten Jahres wegen Eigenbedarf gekündigt

 

Es war schon ein eigenartiges Bild. Eine Handvoll Leute stehen vor dem Schützenheim in Niederkrüchten An Felderhausen und sehen sehr bedrückt aus. Noch ein Blick in das leergeräumte Vereinsheim, der Bürgersteig mit Sperrmüll vollgestellt, der Umzugswagen ist gerade weggefahren, Dokumente werden auf einer Mülltonne unterzeichnet – so gehen 40 Jahre Vereinsgeschichte zu Ende.

Da der SSV alljährlich zum Palmsonntag das Bezirkspokalschießen des Bezirks Niederkrüchten ausrichtet, hatte der Vorstand noch versucht, den Mietvertrag bis dahin - also ca. 4 Monate -  zu verlängern – vergeblich. Somit stand der Verein vor fast unlösbaren Problemen - Sogar die Auflösung des Vereins wurde diskutiert.

Vereinsheim und Schießstand wurden vor 46 Jahren in den Räumen eines Gründungsmitglieds auf Kosten des Vereins in Eigenleistung errichtet. Dafür konnte der Verein bis zum Tode des Hausbesitzers die Räume mietfrei nutzen .Der neue Besitzer erhob eine Miete, die für den Verein eigentlich zu hoch war. Somit begann der Vorstand vor einigen Jahren mit der Suche nach einer neuen Unterkunft. Etwa 10 Projekte wurden ins Auge gefasst. Sie scheiterten am Ende alle  entweder an den Kosten oder der Bereitschaft der Eigentümer, einen Schießverein zu beherbergen.

Es galt nun die drängenden Probleme zu lösen. Was machen wir mit Wettkämpfen, wo trainieren wir und wie kann das Bezirkspokalschießen ausgerichtet werden. Die Wettkämpfe waren das kleinste Problem: der SSV durfte die Hinrunde komplett zu Hause schießen, die Rückrunde konnte dann auswärts absolviert werden.

Ein Gespräch mit der St. Magdalena Bruderschaft Schwalmtal - Schier löste dann die anderen Probleme. Hier hatte die Bruderschaft gerade einen neuen Schießstand errichtet. Für den dortigen Vorstand war es eine Selbstverständlichkeit, unseren Verein dort trainieren und auch das Pokalschießen durchführen zu lassen. Mit einer solchen Herzlichkeit empfangen und unterstützt zu werden war schon ein ganz besonderes Gefühl und gab uns wirklich neue Hoffnung. Vereine wissen um die Not und sind im Gegensatz zu anderen Personen oder Gruppen, die wir erleben mussten, bereit zu helfen – ohne wenn und aber!

Nun fehlt nur noch ein neues Vereinsheim mit Schießstand. Auch hier konnte der SSV mittlerweile einen Erfolg verbuchen. Ende letzten Jahres wurde ein langfristiger Mietvertrag für ein geeignetes Nebengebäude des Mühlrather Hofs unterzeichnet. Auch wenn dieses Gebäude nicht mehr zentral im Ortskern von Niederkrüchten liegt, so kann hier doch eine sehr schöne neue Bleibe für den Verein entstehen. Vor einigen Wochen haben wir mit den Umbauarbeiten begonnen. Hier ist der SSV Niederkrüchten als kleiner Verein, mit 70 Mitgliedern, natürlich auf viel Unterstützung angewiesen. Die Bruderschaften des Bezirks haben ihre Hilfe bereits zugesagt. Hier gibt es viele Leute, die bereit sind, mit anzupacken und dem Vereinsheim ein Gesicht zu geben. Dennoch ist der Verein auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Die kostengünstige Planung bei diesem Projekt erfordert zwar wesentlich weniger Geld als vorherige Projekte, dennoch fehlt Geld an allen Ecken und Enden.

Ohne Sponsoren wird es nicht gehen. Für eine funktionierende Dorfgemeinschaft sind Vereine wichtig – wird in Deutschland von Politikern aller Parteien immer wieder, besonders vor Wahlen, angeführt. Daher kann und darf es nicht sein, dass ein Verein nach 56 Jahren das Handtuch wegen ein paar tausend Euro werfen muss.

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Adresse: Mühlrather Hof 1 , 41372 Niederkrüchten, Deutschland